Tätigkeitsbericht der Aidshilfe Baden-Württemberg e.V. 2025

40 Jahre Aidshilfen in Baden-Württemberg

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Stuttgart, 30. April 2026

Im Jahr 2025 feierte unser Landesverband 40 Jahre Aidshilfen in Baden-Württemberg. Die Aidshilfe-Vereine in Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Pforzheim wurden im Jahr 1985 gegründet; die AIDS-Hilfe Schwäbisch Gmünd besteht seit 30 Jahren.  Die Jubiläen der Aidshilfen stehen für Jahrzehnte erfolgreicher Selbsthilfe, Aufklärung, Prävention und Solidarität. 

Mitte der 1980er-Jahren erreichte die damals neue Immunschwächekrankheit Aids auch Deutschland und löste große Unsicherheiten und Ängste aus. Erste Fälle traten in Baden-Württemberg vor allem in Großstädten wie Stuttgart oder Karlsruhe auf. Menschen aus den betroffenen Communities bildeten Netzwerke zur Selbsthilfe und organisierten sich im ganzen Land in lokalen Gruppen. Aus diesen Initiativen gingen im Laufe der Zeit die heutigen Aidshilfen und Zentren für sexuelle Gesundheit hervor. 1987 schlossen die Aidshilfen sich dann in ihrem Landesverband zusammen: Sie gründeten die Aidshilfe Baden-Württemberg e.V.

Unsere Ziele sind: Vorurteilen und Stigmatisierung durch Politik und Gesellschaft entgegenzuwirken, Menschen mit HIV zu unterstützen und die Bevölkerung zu informieren und aufzuklären.

Wo früher die Selbsthilfe im Mittelpunkt stand, bieten unsere Mitgliedsorganisationen inzwischen zusätzlich ein breites Angebot zur sexuellen Gesundheit, Bildung und Prävention an – z.B. die Checkpoints für Tests und Beratung zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass diese Angebote weiterhin hochrelevant sind: Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wird die Anzahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland sowie bei Menschen deutscher Herkunft, die sich im Ausland mit HIV infiziert haben, für das Jahr 2024 auf 2.300 geschätzt und liegt damit etwa um 200 Neuinfektionen höher als 2023. Insgesamt leben in Deutschland laut Schätzungen etwa 97.700 Menschen mit HIV, davon ca. 10.300 in Baden-Württemberg. Die Zahlen des RKI unterstreichen die Wichtigkeit, im Kampf zur Eindämmung (und gegen die Weiterverbreitung) von HIV dranzubleiben.

Vereint für Menschen mit HIV und sexuelle Gesundheit. Seit 1987.

Die Aidshilfe Baden-Württemberg e.V. (AHBW) ist der Landesverband der baden-württembergischen Aidshilfen und Zentren für sexuelle Gesundheit, der Beratungsstelle KOSI.MA und des Selbsthilfe-Vereins aktHivplus e.V. Diese sind eigenständige und unabhängige Organisationen. Seit 1987 vertritt die Aidshilfe Baden-Württemberg die Interessen ihrer 12 Mitgliedsorganisationen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit und ist als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Im Landesverband engagieren wir uns gemeinsam für Solidarität und Akzeptanz von Menschen mit HIV und Aids, in der Antidiskriminierungsarbeit, Aufklärungsarbeit sowie in der Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Wir stehen mit klarer Haltung für eine diverse und vielfältige Gesellschaft, in der kein Mensch aufgrund von Gesundheitszustand, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, sozialer oder ethnischer Herkunft, Aussehen oder Behinderung ausgegrenzt wird. Vertreten wird der Verein durch einen ehrenamtlichen Vorstand in Zusammenarbeit mit der Landesgeschäftsstelle mit Sitz in Stuttgart.

Ehrenamtlicher Vorstand und Kassenprüfer 

Bei der Mitgliederversammlung im März 2025 fanden satzungsgemäß nach zweijähriger Amtszeit die Wahlen des ehrenamtlichen Vorstands und der Kassenprüfenden statt. Die beiden bisherigen Vorstände, Oliver Hildenbrand und Florian Wahl, wurden dabei erneut in ihrem Amt bestätigt. Peter Abelmann kandidierte erstmals und wurde erfolgreich in den Vorstand gewählt. Somit bestand der ehrenamtliche Vorstand der AHBW 2025 aus drei Personen:

  • Peter Abelmann aus Heidelberg. Verwaltungsangestellter der Universität Heidelberg (Soziologie); Vorstandsvorsitzender der Aidshilfe Heidelberg e.V.
  • Oliver Hildenbrand aus Stuttgart. MdL (Bündnis 90/Die Grünen); stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Innenpolitik und Queerpolitik. AK-Vorsitzender Inneres, Digitalisierung und Kommunen
  • Florian Wahl aus Böblingen. MdL (SPD); Vorsitzender Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration; Sprecher für Gesundheitspolitik, Arbeitsmarktpolitik und Queerpolitik

Mit ihren unterschiedlichen Expertisen und Kompetenzen ergänzen sich die drei Vorstände hervorragend und treiben die Aidshilfearbeit auf Landesebene erfolgreich voran. Der Vorstand traf sich mit der Geschäftsführung im Jahr 2025 zu 11 Vorstandssitzungen. Zusätzlich fand eine moderierte Klausur zur Reflexion und Weiterentwicklung der Vorstandsarbeit statt.

Bernhard Flögel aus Karlsruhe, Vorstand der AIDS-Hilfe Karlsruhe e.V., wurde erneut zum Kassenprüfer gewählt. Dieter Borst legte sein Amt als Kassenprüfer nach jahrzehntelangem Einsatz nieder.

Personal der Landesgeschäftsstelle

Auch 2025 war Claudius Desanti weiterhin hauptamtlich für die Geschäftsführung der AHBW in der Stuttgarter Landesgeschäftsstelle (LGST) verantwortlich.

Laura Breitenberger als Referentin für Projektmanagement und Sam Tittes als Referent*in für die Projektkoordination Gentle Queer traten zum Jahresbeginn 2025 ihre Stellen neu an, jedoch verließen beide die LGST noch in der Probezeit. 

Die LGST freute sich dann, im Juli Lars Lindauer als neuen Referenten für Kommunikation und Projektkoordination Gentle Queer zu begrüßen. Er ist als ehrenamtlicher Vorstand der IG CSD Stuttgart e.V. hervorragend in der queeren Community vernetzt und verhalf seinem Projekt durch kommunikatives Fachwissen direkt zu neuen Impulsen.

Im September wurde die Stelle für Projektmanagement nach erneuter Ausschreibung mit der Referentin Hanna Kieninger besetzt. Sie bereichert das Team durch ihr organisatorisches Talent, u.a. in der Weiterführung der Projekte in den Bereichen Frauen und Migration sowie in der Planung des ersten Fachtags unserer Arbeitskreise.

Andrea Schmid ergänzte das Team bis zum Jahresende als Verwaltungskraft in geringfügiger Beschäftigung. Das Team der LGST freut sich nun bereits auf die Rückkehr von Julia Reinelt aus der Elternzeit im Mai 2026.

Dank der engagierten Vorstände, Kassenprüfer und Teammitglieder führte die AHBW im Jahr 2025 ihre Aufgaben und Projekte in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen gemäß ihrer Satzung und den Förderleitlinien gewissenhaft und erfolgreich durch.

Öffentlichkeitsarbeit, Website und Social Media

Die LGST informiert die Öffentlichkeit ganzjährig über die Anliegen und Tätigkeiten des Landesverbands auf unterschiedlichen Kanälen. Dazu gehört die Darstellung aller Aktivitäten, Projekte, Angebote und Veranstaltungen der AHBW auf dem Instagram-Kanal @aidshilfebw sowie auf der eigenen Website www.aidshilfe-bw.de, einschließlich der Veröffentlichung von Stellenangeboten aus dem gesamten Landesverband. Ergänzend werden regelmäßig Pressemitteilungen veröffentlicht, etwa zu Anlässen wie dem Welt-Aids-Tag oder dem Frauen*Tag. Die LGST gibt auch gedruckte Informationsmaterialien wie die Jahresbroschüre 2025 heraus (s. Berichtskapitel Verbandsentwicklung). 

Darüber hinaus vertritt die LGST den Landesverband bei Fach- und öffentlichen Veranstaltungen. 

Dies geschah beispielsweise im September 2025 durch eine Präsentation beim Fachtag „HIV und Infektiologie – neuester Stand und was sich in Stuttgart tut“ im Klinikum Stuttgart. Dort stellte Claudius Desanti die Arbeit des Landesverbands sowie seiner Aidshilfen und Zentren für sexuelle Gesundheit in Baden-Württemberg vor. Die seit 1993 bestehende Veranstaltung informiert regelmäßig über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen HIV und Hepatitis C, organisiert von der Stuttgarter Schwerpunktpraxis Schwabstraße 26.

Claudius Desanti beim HIV-Fachtag im Klinikum Stuttgart
© AHBW
Claudius Desanti beim HIV-Fachtag des Klinikum Stuttgart

 

Verbandsentwicklung 

Mit dem Ziel, die originäre Aufgabenerfüllung unserer Mitgliedsorganisationen (MO) qualitativ weiterzuentwickeln und die Verbandsidentität innerhalb des Landesverbandes zu stärken, wurde auch 2025 das Projekt Verbandsentwicklung fortgeführt.

Im Rahmen einer begleiteten Organisationsentwicklung hatte sich der Landesverband bei einer Kick-Off-Veranstaltung, der Gründung einer Steuergruppe und der 1,5-tägien Auftaktveranstaltung im Frühjahr 2022 auf den Weg gemacht, ein Konzept zu erarbeiten, das die Aidshilfen im Land eint und aus dem Qualitätskriterien für die eigene Arbeit entstehen. Die Heterogenität der baden-württembergischen Aidshilfen wurde als Qualitätsmerkmal herausgearbeitet und anhand dessen gemeinsame Ziele für die Zukunft verabschiedet. Die Identitätsstärkung und Qualitätsentwicklung der Aidshilfe Baden-Württemberg als Landesverband steht dabei im Fokus der Verbandsentwicklung.

Ein zentrales Arbeitsergebnis der Verbandsentwicklung ist das Handbuch Qualität, der innerverbandliche Leitfaden für Qualitätsmanagement. Nach einem mehrjährigen, kollaborativen Prozess verabschiedete der Landesverband bei der Mitgliederversammlung 2025 die ersten drei Kapitel des Handbuchs zu Leitbild, Leitzielen und Kriterien zur Umsetzung der Leitziele. Damit bekennt sich der Landesverband zu gemeinschaftlichen Qualitätsstandards für die Angebote in den vier zentralen Arbeitsbereichen Beratung, Selbsthilfe, Testung/Checkpoints und Bildung.

Im März 2025 trafen sich Vertreter*innen der MO in der Jugendherberge Stuttgart International im Vorfeld der Mitgliederversammlung zum zweitägigen Workshop der Verbandsentwicklung. Der Workshop wurde von Detlef Bicker moderiert und begleitet. In intensiven Arbeitsphasen bearbeiteten die Teilnehmenden drei Themenfelder.

Verbandsentwicklung 2025
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Weiterentwicklung der Arbeitskreise 

Die Arbeitskreise (AK) sind themenbezogene Gremien zu den verschiedenen Arbeitsbereichen des Landesverbands. Stand 2024 behandelten die AK die Themenschwerpunkte Checkpoint, MSM (Männer, die Sex mit Männern haben), Frauen, Migration, Prävention, Drogen/Haft und AWS (Assistenz im Wohn- und Sozialraum). Zusätzlich nimmt der AK Koordination eine Sonderrolle als Vertretung der Geschäftsführungen ein. Die Teilnehmenden der AK rekrutieren sich aus Vertretungen der MO und der LGST. Die LGST hatte im Vorfeld der Verbandsentwicklung eine Umfrage zu den verbandlichen AK durchgeführt und präsentierte die Ergebnisse zu Beginn des Workshops.

Die Umfrage unter den Arbeitskreisen (AK) der AHBW zeigte insgesamt ein sehr positives Bild der AKArbeit. Die überwiegende Mehrheit der Arbeitskreise wurde von den Mitgliedsorganisationen als deutlich gewinnbringend wahrgenommen. Insbesondere der fachliche Austausch, die kollegiale Beratung sowie der kontinuierliche Wissenstransfer wurden als zentrale Stärken hervorgehoben. Die Arbeitskreise leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Verbandsarbeit. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der starken Vernetzungsfunktion der AKs: Sie ermöglichen einen regelmäßigen Austausch von Erfahrungen und bewährten Praxisansätzen und bieten Raum für die gemeinsame Planung und Umsetzung landesweiter Aktionen, Kampagnen und inhaltlicher Schwerpunkte. Daneben bieten die AK für die LGST wertvolle Einblicke in die tägliche Arbeit und die Herausforderungen der MO.

Verbandsentwicklung 2025
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Im Workshop wurde sodann die zukünftige Organisation der AKArbeit von den Teilnehmenden weiterentwickelt: Sie sprachen sich für eine inhaltliche Schärfung und Umbenennung der AK aus. Der viermal jährlich tagende AK Koordination wird aus der AK-Logik ausgegliedert und soll im Rahmen einer anstehenden Satzungsänderung als neues Vereinsorgan (Landesbeirat) mit eigener Geschäftsordnung in die Satzung aufgenommen werden. Das Gremium übernimmt außerdem die Planungsaufgaben der bisherigen „Steuergruppe Verbandsentwicklung“. 

Die fünf zukünftigen, regelmäßigen AK heißen: Gentle Queer (ehem. MSM), Checkpoint, Frauen, Bildung (ehem. Prävention), Migration. Die AK Drogen/Haft und AWS finden hingegen nur anlassbezogen statt. Die Kombination aus digitalen und physischen Treffen wurde als sinnvoll und ressourcenschonend bewertet. 

Als neues Präsenzformat wurde die Einführung eines jährlichen verbandlichen Fachtags beschlossen, bei dem alle AK an einem Tag zusammenkommen. Der Fachtag soll die themenbezogene Zusammenarbeit der AK mit Input durch externe Referent*innen verbinden und so neue Impulse für die Weiterentwicklung der Arbeitsbereiche liefern. Gleichzeitig bietet der Fachtag durch eine übergreifende Themensetzung, die Möglichkeit aktuelle politische und soziale Herausforderungen aufzugreifen. Zusätzlich soll der Fachtag durch das Zusammenkommen aller Mitarbeitenden des Landesverbands die kollegiale Vernetzung und den innerverbandlichen Zusammenhalt stärken. Die Organisation des ersten Fachtags wurde ab September 2025 umgesetzt, sodass die Arbeitskreise gemeinsam am 20. März 2026 im Kursaal Bad Cannstatt tagen konnten. Das Motto des ersten Fachtags war „Solidarität statt Spaltung: Aidshilfe-Arbeit in Zeiten des Rechtsrucks.“

Neue Berechnungsmethode der Landesmittelverteilung

Der Landesverband organisiert in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium die Verteilung von Landesmitteln unter seinen MO. Dafür wertet die LGST jährlich Statistiken der MO über verschiedene Kennzahlen aus, die u.a. über Personal, Testangebote, Präventionsveranstaltungen und qualitätssichernde Maßnahmen informieren. Aus den Kennzahlen wird dann ein jährlicher Verteilungsvorschlag berechnet. Die Methoden der Mittelverteilung wurden fortlaufend durch den Verband und seine Mitglieder weiterentwickelt. Ziel war dabei stets eine möglichst gerechte, leistungsbezogene, nachvollziehbare und friedvolle Mittelvergabe. Im Zuge dessen beschäftigte sich die Verbandsentwicklung 2025 mit einer neuen Berechnungsmethode. Die Teilnehmenden beschlossen im Workshop eine unabhängige, mathematische Überprüfung der Methode, um Nutzen und Risiken abzuwägen. In der Folge beauftragte die LGST den Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg mit der Prüfung. Die neue Rechenmethode wurde nach Vorstellung der positiven Prüfergebnisse im Herbst 2025 von der Mitgliederversammlung beschlossen.

Politische Positionierung

Jahresbroschüre 2025
© AHBW

In der letzten Arbeitseinheit der Verbandsentwicklung erarbeiteten die Teilnehmenden Maßnahmen zur politischen Positionierung und Absicherung der Aidshilfen mit Blick auf die Landtagswahl 2026 und den zunehmenden Rechtsruck. Es bestand ein Konsens, dass der Verband sich in der externen Kommunikation auf eine selbstbewusste Darstellung seiner Leistungen konzentrieren sollte; mit dem Ziel, in Öffentlichkeit und Politik ein Bewusstsein für die positive Wirkung der Aidshilfe-Arbeit zu schaffen. Dazu wurden die folgenden Maßnahmen beschlossen: Veröffentlichung relevanter Kennzahlen und Informationen des Landesverbands (z.B. Tests, Beratungskontakte, Präventionsveranstaltungen, Selbsthilfegruppen, Leistungsspektrum), Veröffentlichung von Wahlprüfsteinen, persönliche Ansprache von Politiker*innen und Einladung zu Veranstaltungen.

Die LGST setzte die Maßnahmen im Laufe des letzten Jahres und vor der Landtagswahl 2026 um. So entstand erstmals eine Jahresbroschüre des Landesverbands, die grafisch ansprechend über die Leistungskennzahlen, die Mitglieder und ihre Angebote sowie über die gemeinsamen Projekte des Landesverbands informiert. Zum Welt-Aids-Tag organisierte die LGST am 30. November 2025 eine politische Diskussionsrunde mit dem Titel „Wissen schützt – HIV, Prävention und Queerpolitik“ (s.u. Berichtskapitel Gentle Queer). Zusätzlich wurden vor der Landtagswahl Wahlprüfsteine zu acht Themenfeldern der Aidshilfe-Arbeit mit den Antworten von sechs politischen Parteien veröffentlicht.

Arbeitskreis Koordination

Der AK Koordination setzt sich aus den Geschäftsführungen der 11 Aidshilfen und Zentren für sexuelle Gesundheit zusammen. Das Gremium ermöglicht eine enge Zusammenarbeit der Mitgliedsorganisationen im Landesverband – sowohl untereinander als auch mit der Geschäftsführung der LGST, die die Sitzungen organisiert. Die Moderation des Gremiums obliegt der Sprecherin des Arbeitskreises, Brigitte Ströbele, Geschäftsführerin der Aidshilfe Tübingen–Reutlingen e.V. 

Die Themen und Kernaufgaben des AK umfassen die Strategieplanung des Landesverbands sowie die inhaltliche Steuerung der Verbandsentwicklung. Dies beinhaltet die Definition von Qualitätskriterien im Rahmen der Fortschreibung des Qualitätshandbuchs. Der AK beteiligt sich an der Landesmittelverteilung, einschließlich der Anpassung landesweiter Statistiken und Verteilungskriterien. Außerdem bereitet er die Mitgliederversammlung inhaltlich vor, spricht Empfehlungen an diese aus und übernimmt eine beratende Funktion für die Geschäftsführung der LGST. Der AK Koordination ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil der Verbandsentwicklung im Hinblick auf eine erfolgreiche Partizipation der Mitgliedsorganisationen. Es ist geplant, das Gremium im Zuge einer kommenden Satzungsänderung als neues Vereinsorgan „Landesbeirat“ in der Satzung zu verankern.

Der AK unterstützt auch die Öffentlichkeitsarbeit des Landesverbands mit dem Ziel einer gemeinsamen Außenwirkung. Ein erfolgreiches Arbeitsergebnis der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit war 2025 die Veröffentlichung einer Pressemitteilung mit dem Titel „Ältere Menschen mit HIV: Wenig Wissen, aber viele Vorurteile in Pflegeeinrichtungen“. Die Aidshilfe Tübingen-Reutlingen und die AIDS-Hilfe Stuttgart arbeiteten dafür zusammen, um auf die besonderen Herausforderungen älterer Menschen mit HIV aufmerksam zu machen. Die LGST veröffentlichte die Pressemitteilung dann landesweit zum Tag der älteren Generation am 1. Oktober.

Tag der älteren Generationen 2025
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2025 tagte der AK an vier Terminen im März, Mai, Juli und Oktober. Zu den Terminen im März und Juli kamen die Teilnehmenden in Stuttgart zusammen; die restlichen Termine fanden online statt, um Ressourcen zu schonen. Zusätzlich berieten die Mitglieder des AK Koordination sich bei je einer Sitzung der Steuergruppe Verbandsentwicklung und der Arbeitsgruppe Statistik. 

Verbandsfeier

Verbandsfeier 2025
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Im Zuge der Verbandsentwicklung erwuchs im Landesverband seit Längerem der große Wunsch nach einer Veranstaltung abseits der Gremienarbeit, um die Menschen aus dem gesamten Verband in einem lockeren Rahmen zusammenzubringen und gemeinsame Erfolge zu feiern. Dieser Plan wurde im März 2025 in den Stuttgarter Räumlichkeiten der LGST in die Tat umgesetzt: Am Abend der Verbandsentwicklung lud die AHBW die zahlreichen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden des Landesverbands zur Verbandsfeier ein. Bei Snacks und Getränken konnten die Gäste sich über die Vereinsgrenzen hinweg ungezwungen austauschen und besser kennenlernen. So stärkte die Verbandsfeier aktiv das solidarische Miteinander und den Zusammenhalt im Verband und schenkte Motivation und Anregungen für die weitere Zusammenarbeit.

Verstetigung der Verbandsentwicklung

Der hohe Stellenwert der Verbandsentwicklung wurde bei der Mitgliederversammlung im März 2025 deutlich bestätigt, als die Mitglieder eine Verstetigung der jährlichen Mittel für dieses gemeinsame Projekt beschlossen. So soll die Qualitätsentwicklung für die vielfältigen Arbeitsbereiche und Aufgaben des Landesverbands auch in den kommenden Jahren sichergestellt werden. Im März 2026 führte der Verband das Projekt bereits erfolgreich weiter und entwickelte neue Ansätze für eine kooperative Qualitätssicherung, die nun gemeinsam erprobt werden.

Landesweite Treffen für Menschen mit HIV in Langenargen und Bad Dürkheim

Auch 2025 fanden wieder zwei landesweite Treffen für Menschen mit HIV und ihre Angehörigen in Kooperation mit dem Selbsthilfeverein aktHivplus e.V. statt: ein Frühjahrstreffen vom 30. April bis 4. Mai in Langenargen sowie ein Wintertreffen vom 26. November bis 30. November in Bad Dürkheim. 

Diese Treffen ermöglichen es den Teilnehmenden, sich mit anderen Menschen zu vernetzen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Dies schafft ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Der Austausch persönlicher Erfahrungen und praktischer Tipps hilft dabei, eigene Strategien für den Umgang mit HIV im Alltag zu entwickeln. In einem sicheren Raum können die Teilnehmer ihre Gefühle und Ängste ausdrücken, was Stress und Isolation reduziert und das emotionale Wohlbefinden verbessert.

Darüber hinaus stärken Selbsthilfegruppen die Selbstbestimmung der Teilnehmenden, indem sie ihnen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Belange besser zu vertreten und sich für ihre Rechte und Bedürfnisse einzusetzen. Die Unterstützung und der Austausch in diesen Gruppen tragen dazu bei, die Lebensqualität der Teilnehmer zu verbessern. Sie ermöglichen einen besseren Umgang mit der Diagnose und letztlich ein erfüllteres Leben. 

Frühjahrstreffen in Langenargen vom 30.04.2025 bis 04.05.2025 

Aufgrund der positiven Resonanz im Jahr 2023 fand das Treffen wieder im Familienerholungswerk in Langenargen statt. Insgesamt 35 Teilnehmer*innen und drei Referent*innen waren dabei.

Im Workshop „Sei deines Glückes Schmied“ ging es um die Frage: Was ist eigentlich Glück? Wie definiert man Glück für sich selbst? Studienergebnisse aus der Glücksforschung zeigen, was es braucht, um glücklich zu sein. Es wurde besprochen, welche Handlungen in diesem Zusammenhang nicht förderlich sind und wo sich die Teilnehmenden womöglich selbst im Weg stehen könnten. Der Fokus lag auf Selbstreflexion und Entwicklung von Strategien zur Selbsthilfe im Alltag.

Im Workshop „Back to the future“ beschäftigten sich die Teilnehmenden mit ihrer eigenen Reise und Entwicklung. Wo komme ich her? Was waren wichtige Stationen in meinem Leben? Was und/oder wer hat mir geholfen? Was kann vielleicht „weggepackt“ werden? Was kann man loslassen? Teil des Workshops war auch ein Blick in die Zukunft: Die Teilnehmenden sollten ihren „Lebens-Raum“ gestalten, also Träume, Wünsche und Pläne für die Zukunft formulieren und festhalten. So wurden die Selbstwirksamkeit und Ressourcenorientierung im Sinne der Selbsthilfe gestärkt.

Ein wichtiger Teil der Landesweiten Treffen ist außerdem der freie Gesprächskreis. Hier kann in einem geschützten Raum auf Fragen, Probleme und Ängste der Teilnehmenden eingegangen werden. Zentrales Element ist die gegenseitigen Unterstützung und der Austausch im Sinne der Selbsthilfe. Fester Bestandteil sind außerdem Bewegungsübungen. Hierbei werden die Teilnehmenden angeleitet, ihre Körper kennenzulernen und mit Hilfe von Entspannungsübungen selbständig auch nach einem anstrengenden Tag wieder in inneres Gleichgewicht zu kommen. Abgerundet wurde das Angebot mit einer morgendlichen Walkingrunde, Qi-Gong-Angeboten, einer Abendentspannung und Anleitungen zu körpersensibilisierenden Übungen im Einzelgespräch. Außerdem gab es einen gemeinsamen Ausflug nach Bregenz, Der Ausflug diente der Stärkung des Gruppenzusammenhalts und dem informellen Austausch unter den Teilnehmenden als wichtiger Bestandteil der Selbsthilfearbeit.

Wintertreffen in Bad Dürkheim vom 26.11.2025 bis 30.11.2025

Beim regulären Wintertreffen waren 28 Teilnehmende und vier Referent*innen in Bad Dürkheim dabei. Auch hier wurden wieder zwei Workshops angeboten: Im Einführungsworkshop „Wheel of Consent – Klarheit in Kommunikation und Beziehung“ konnten die Teilnehmer*innen lernen, wie jede*r für sich Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen bewusster wahrnehmen sowie klarer ausdrücken kann. Es wurde erarbeitet, wie man seine Körperwahrnehmung stärkt und dadurch Kommunikation und Handlungsfreiheit bei neuen Beziehungen gewinnt. 

Im Workshop „Positiv alt werden“ stand dann eine medizinische Rundreise im Mittelpunkt. Es ging um Wissen zu den Themen „Altern“ und „Alterungsprozesse“: Besteht für Menschen mit HIV womöglich ein erhöhtes Risiko kein hohes Alter zu erreichen? Was bedeutet ein längeres Leben mit HIV aus medizinischer Sicht? Welche Folgen ergeben sich aufgrund der HIV-Infektion, der Therapie und welche aufgrund des allgemeinen Älterwerdens? Wie können Prozesse durch Verhaltensweisen des „gesunden“ Älterwerdens positiv unterstützt werden? Die Themen und Schwerpunkte orientierten sich an den Fragen der Teilnehmer*innen. Im Fokus der Workshops stand die Förderung von Selbstwahrnehmung und Kommunikationskompetenz, die Stärkung der Gesundheitskompetenz und die Befähigung zur eigenverantwortlichen Selbsthilfe im Umgang mit der eigenen Lebenssituation.

Da viele Menschen zum ersten Mal dabei waren, gab es zusätzlich einen Gesprächskreis für neue Teilnehmer*innen. Hier konnten insbesondere Erwartungen, Hoffnungen und Probleme der neuen Teilnehmenden explizit besprochen werden. Auch der offene Gesprächskreis war gut besucht. Hier kamen insbesondere die Zukunftsängste bei vielen Teilnehmer*innen zum Tragen, auch hervorgerufen durch die politische Lage und die damit verbundenen Unsicherheiten. Gegenseitige Unterstützung, Erfahrungsaustausch und gemeinsames Entwickeln von Bewältigungsstrategien im Sinne der Selbsthilfe standen im Mittelpunkt. Neben den Gesprächskreisen gab es auch in diesem Jahr wieder einen Kreativ-Workshop und die Möglichkeit, anhand von Entspannungs- und Bewegungsübungen den eigenen Körper kennenzulernen und das innere Gleichgewicht zu finden. Am Abend gab es weitere Möglichkeiten, an körpersensibilisierenden Übungen im Einzelgespräch teilzunehmen. Abgerundet wurde das Treffen mit einem Ausflugsprogramm. Das ergänzende Programm diente der Förderung des Austauschs, der Vernetzung und der Stärkung des Gruppenzusammenhalts als wesentliche Grundlage der gemeinschaftlichen Selbsthilfearbeit.

28. Landesweites Treffen für Frauen mit HIV/Hepatitis C

Plakat vom Frauentreffen 2025
© AHBW

Vom 11. bis 14. September 2025 organisierte die AHBW bereits zum 28. Mal das landesweite Treffen für Frauen mit HIV/Hepatitis C. 16 Frauen nahmen in Creglingen teil. Auch in diesem Jahr konnte eine Kinderbetreuung angeboten werden, sodass sich die Frauen ganz auf sich selbst, ihre Themen und den Austausch in der konzentrieren konnten.

Nach der Anreise der Teilnehmerinnen begann das Treffen am Donnerstag mit einem gemeinsamen Abendessen und dem Eingangsplenum. Dieses umfasste eine Vorstellungsrunde sowie wichtige Informationen zum Ablauf des Wochenendes. Einige Frauen waren zum ersten Mal dabei, und es wurde darauf geachtet, alle einzubinden und ein erstes Kennenlernen zu ermöglichen. 

Der Freitag startete dann mit Frühstück und einem Spaziergang in den Sonnenaufgang. Im Anschluss fand der medizinische Workshop mit Dr. med. Christina Mickan statt. Sie ist Ärztin der Stuttgarter Infektiologie-Schwerpunktpraxis Schwabstraße 26. Im Workshop „Leben mit HIV“ war Platz für gesundheitliche Fragen und Probleme rund um HIV/Hepatitis C. Ein thematischer Schwerpunkt lag außerdem auf den Themenfeldern Einsamkeit, (Selbst)-Isolation und Depression in Zusammenhang mit einem Leben mit HIV oder Hepatitis C. Außerdem gab es im Workshop viel Platz für eigene Erfahrungen und Berichte der Teilnehmerinnen. Im Mittelpunkt stand dabei die Stärkung von Bewältigungsstrategien durch geteiltes Erfahrungswissen sowie die Entlastung durch Normalisierung individueller Lebensrealitäten. Im Anschluss daran hatten die Frauen die Möglichkeit, das sportliche Angebot der Jugendherberge wahrzunehmen oder die Sauna zu nutzen – auch als Möglichkeit informeller Begegnung zur Selbsthilfe der Teilnehmerinnen.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück mit dem Workshop „Atemtherapie“ von Bärbel Schütz, Atemtherapeutin aus Heidelberg, weiter. Durch Atmung und Achtsamkeit soll die körperliche, seelische und mentale Gesundheit gefördert werden. Die Frauen erfuhren alltagsnahe Methoden zur Selbstregulation, die ihre Selbstwahrnehmung stärken und zur Stabilisierung in belastenden Situationen beitragen können. Am Nachmittag fanden zwei Ausflüge statt: ein Besuch auf einem Ponyhof mit Kinderbetreuung sowie ein Ausflug in ein Museum in Creglingen. Beide Angebote wurden sehr gut angenommen. Die gemeinsamen Aktivitäten eröffneten zusätzliche informelle Austauschräume, stärkten soziale Beziehungen und förderten das Erleben von Gemeinschaft jenseits formaler Gesprächssettings. Der Abend klang nach dem gemeinsamen Essen mit einem Kleiderflohmarkt und einem bunten Programm mit Beiträgen der Teilnehmerinnen aus, wodurch Selbstwirksamkeit, Ausdrucksmöglichkeiten und gegenseitige Wertschätzung sichtbar wurden.

Am Sonntag kamen die Frauen nach dem Frühstück zu einem gemeinsamen Abschlussplenum zusammen. In der Reflexionsrunde sowie bei der Sammlung zukünftiger Themen wurde deutlich, dass der geschützte Rahmen, der Austausch untereinander und die gegenseitige Unterstützung zentrale Faktoren für Stabilisierung, Orientierung und psychosoziale Entlastung darstellen. Abschließend brachten die Teilnehmerinnen ihre große Wertschätzung und ihren Dank für das gelungene Wochenende zum Ausdruck. Wir danken unserem Partner MSD für die großzügige Unterstützung des Frauentreffens 2025.

Gentle Queer

Logo von Gentle Queer
© AHBW

Gentle Queer ist ein landesweites Projekt für Präventions- und Aufklärungsarbeit und richtet sich vornehmlich an schwule, bisexuelle, trans und andere Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), sowie an nicht-binäre und intergeschlechtliche Personen, die Teil des sexuellen MSM-Netzwerks sind. Zusätzlich behandelt das Projekt allgemeine Themen der queeren bzw. LGBTQIA*-Community. 

Das Projekt besteht seit über 15 Jahren, ursprünglich unter dem Namen „Gentle Man“, und wird von der Aidshilfe Baden-Württemberg (AHBW) in Zusammenarbeit mit den regionalen Aidshilfen und Zentren für sexuelle Gesundheit des Landes getragen und durchgeführt. Das Projekt ist schon seit vielen Jahren fester Bestandteil der baden-württembergischen queeren Community. Es wird u.a. finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.

Seit Beginn vermittelt das Projekt wichtige Informationen zum Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen sowie zur sexuellen Gesundheit. Zudem steht die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen und Lebensentwürfe der queeren Community im Mittelpunkt des Projekts. Möglich wird dies durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der AHBW und ihrer Mitgliedsorganisationen, die das Projekt landesweit und mit Aktionen vor Ort vorantreiben. Beispiele hierfür sind die Verteilung von Informations- und Präventionsmaterialien, die Durchführung digitaler Kampagnen oder das breite Beratungsangebot der MO.

Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts haben sich im Jahr 2024 2.300 Personen mit HIV infiziert. Das sind etwa 200 Menschen mehr als im Jahr 2023. Von den 2.300 Neuinfektionen entfallen etwa 1.300 auf Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), etwa 100 mehr als im Vorjahr. Beim injizierenden Gebrauch von Drogen haben sich 2024 etwa 400 Menschen mit HIV infiziert, diese Zahl steigt seit 2010 kontinuierlich. 590 Infektionen entstanden auf heterosexuellem Weg – auch diese Zahl stieg leicht an. Damit lebten Ende 2024 in Deutschland etwa 97.700 Menschen mit HIV.

Ein Meilenstein im Zusammenhang mit der Begrenzung der HIV-Infektionen ist die Einführung der HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2019. Das RKI evaluierte die Maßnahme als hoch hochwirksam und fordert, die Versorgung mit PrEP nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen.

Das Jahr 2025 war geprägt von Fortschritten und neuen Herausforderungen für die queere Community gleichermaßen. Ende 2024 war das Selbstbestimmungsgesetz verabschiedet worden, das trans-, intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen die Anpassung des Geschlechtseintrages und des Vornamens durch eine einfache Erklärung beim Standesamt ermöglicht. Außerdem stimmte der Bundesrat im September dafür, eine Initiative zur Erweiterung des Artikel 3 im Grundgesetz um das Merkmal der sexuellen Identität zu starten. Beides sind wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Gleichstellung queerer Menschen in Deutschland. Gleichzeitig machen die Ergebnisse der Bundestagswahl im Februar 2025 vielen Menschen der LGBTQIA*-Community große Sorgen. Queere Themen spielen im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD kaum eine Rolle. Im Laufe des Jahres wurde außerdem bekannt, dass die schwarz-rote Koalition den Aktionsplan „Queer leben“ als abgeschlossen betrachtet. Die Zeiten, in denen queere Themen auch auf Bundesebene eine sichtbare Rolle spielen, scheinen erstmal vorbei zu sein.

Außerdem stieg die Hasskriminalität gegen Menschen der LGBTQIA*-Community weiter an. Zum Stichtag am 31. Dezember 2025 wurden von den Behörden für das Jahr 1.776 Taten im Bereich „sexuelle Orientierung“ und 1.132 Taten im Bereich „geschlechtsbezogene Diversität“ erfasst. Die Zahlen bleiben damit auf einem anhaltend hohen Niveau vergleichbar zum Vorjahr, wobei Expert*innen von einer sehr hohen Dunkelziffer ausgehen. Dazu kommt ein immer größer werdendes Gefühl der Unsicherheit: In den letzten Jahren gibt es immer wieder Störungen und Gegenproteste bei CSD- oder Pride-Veranstaltungen, die von rechten oder rechtsextremen Gruppen angekündigt und organisiert werden – auch in Baden-Württemberg. Beispielsweise beim Christopher Street Day in Pforzheim im vergangenen Juni kündigte die rechtsextreme Gruppierung „Störtrupp Süd“ in sozialen Netzwerken eine Kundgebung über „traditionelle Werte“ parallel zur CSD-Veranstaltung an. Allein die Ankündigung der Kundgebung im Vorfeld des CSD löste große Sorgen und Ängste in der Community aus. Dies zeigt, wie wichtig auch heute der Einsatz für queere Akzeptanz und Aufklärung noch ist. Die Aidshilfe Baden-Württemberg war gemeinsam mit ihrer Mitgliedsorganisation Spotlight Pforzheim, die den CSD in Pforzheim ehrenamtlich mitorganisiert, und anderen Mitgliedern aus dem Verband zur Demo in Pforzheim vor Ort. 

Es gibt aber auch positive Entwicklungen: Insgesamt gab es über 20 CSD- und Pride-Veranstaltungen in Baden-Württemberg im Jahr 2025 – so viele wie nie. Mittlerweile finden die Veranstaltungen nicht mehr nur in Großstädten wie Stuttgart, Mannheim oder Karlsruhe statt, sondern zunehmend auch in ländlicheren Gebieten wie Ravensburg, Friedrichshafen oder im Taubertal. Die Aidshilfen und Zentren für sexuelle Gesundheit in ganz Baden-Württemberg nutzten diese Veranstaltungen als Plattform für Prävention und Aufklärung zu HIV und anderen STI. Daneben fanden ganzjährig zahlreiche durch sie organisiert und umgesetzte Präventionseinsätze mit ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden bei Community- und Szene-Events sowie anderen Treffen statt. Auch im digitalen Raum waren die Aidshilfen über ihre Websites, Online-Angebote und auf Social Media präsent und für Interessierte erreichbar.

Gentle Queer legt seinen Fokus aufgrund der epidemiologischen Daten im Bereich HIV auf Männer, die Sex mit Männern haben. Dabei sind explizit schwule, bi, trans, inter- und nicht-binäre Personen inbegriffen, die Teil des sexuellen MSM-Netzwerks sind. Aus diesem Grund hat am Ende des Jahres 2022 mit Einbezug der regionalen Aidshilfen/Zentren für sexuelle Gesundheit in Baden-Württemberg eine Namensänderung von Gentle Man zu Gentle Queer (mit dem Untertitel: Vielfalt verbindet Baden-Württemberg) stattgefunden. Dieser Name bildet die Vielfalt der LGBTQIA*-Community besser ab und steht gleichzeitig für die vielfältigen Angebote unter dem Dach des Projektes

Eine Projektbezeichnung für ein so großes und umfangreiches Projekt wie Gentle Queer birgt immer auch die Herausforderung, dass sich nicht alle Menschen der potentiellen Zielgruppe mit dem Namen identifizieren. Vor allem das Label „queer“ hat für viele Menschen in der LGBTQIA*-Community eher politischen Charakter, als dass sie den Begriff als Selbstbezeichnung verwenden. Um diese Zielgruppen noch gezielter anzusprechen, haben wir im Jahr 2025 begonnen, die einzelnen Kommunikationsmaßnahmen stärker an die Bedürfnisse der Menschen innerhalb der Gruppen anzupassen, beispielsweise beim neuen Podcast „heiss & heftig“, der in erster Linie Männer, die Sex mit Männern haben, anspricht. Andere Angebote des Projektes sprechen direkt die TIN-Community an, also Menschen, die sich als trans, intergeschlechtlich oder nicht-binär identifizieren. 

Die Podcasts Queergeredet und heiss & heftig

Der Podcast Queergeredet von Gentle Queer besteht seit 2021. Zuletzt hatte der Geschäftsführer der AHBW, Claudius Desanti, gemeinsam mit der mittlerweile ausgeschiedenen Projektkoordinatorin von Gentle Queer, Mara Kriegeskotte, das Format geführt. So sind bis in das Jahr 2024 insgesamt elf Folgen entstanden, zuletzt beispielsweise über die Safer-Sex-Methode „PrEP“ und über die gesellschaftliche Diskussion, wie die queere Community und CSD-Veranstaltenden mit der Teilnahme von Unternehmen, politischen Organisationen oder Polizei-Vertretungen umgehen kann. 

Weiterentwicklung des Podcast-Angebots

Queergeredet war von Anfang an sehr breit aufgestellt. Sowohl inhaltlich als auch in der Zielgruppe sollte ein Produkt entstehen, dass sich den vielfältigen Themen der queeren Community umfassend annimmt und dabei ein niedrigschwelliges Produkt produziert, das in der Theorie für alle Menschen der Community interessant ist. In der Podcastbeschreibung beim Launch des Formates heißt es beispielsweise: „Es gibt Beiträge zu gesellschaftlichen Themen, Sexualität und zu HIV- und STI-Prävention. (...) Wir sind Teil der queeren Szene – so entsteht ein Format für die Szene, aus der Szene, und für alle.“ 

In der Praxis haben sich Podcast-Formate in den vergangenen Jahren jedoch anders entwickelt. Vor allem Produktionen, die sich intensiv und tiefergehend mit einem Thema beschäftigen und konkret für eine (eher kleine) Zielgruppe angelegt sind, funktionieren immer besser. Auch bedingt durch die immer größere Verbreitung von KI-Anwendungen wie ChatGPT suchen Hörer*innen in Podcasts nicht mehr nach reinen Fakten, sondern nach Tiefgang und persönlichen Erfahrungen. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, haben wir das Podcast-Portfolio von Gentle Queer im Jahr 2025 um einen neuen Podcast erweitert: heiss & heftig

Ein neuer Podcast für Männer, die Sex mit Männern haben

Cover heiss & heftig
© Spyros Rennt/AHBW

Jede Gruppe der queeren Community lebt Sexualität nach eigenen Regeln und Codes. Männer, die Sex mit Männern haben, sind dabei keine Ausnahme. Dazu kommt: MSM sind bis heute dem größten Risiko ausgesetzt, beim Sex HIV zu übertragen. 

Im Zuge der Präzisierung der Podcast-Ansprache und Zielgruppe haben wir darum das neue Format heiss & heftig entwickelt, das sich verstärkt um die Aidshilfe-Themen HIV- und STI-Prävention, sexuelle Gesundheit und sexuelle Bildung dreht. Die Zielgruppe von heiss & heftig sind Männer, die Sex mit Männern haben. Das umschließt schwule, bisexuelle, cis/trans Männer und nicht-binäre Personen, die Teil des sexuellen MSM-Netzwerks sind. In der Ansprache wird auf konkrete Gruppenbezeichnungen weitestgehend verzichtet, um niemanden auszuschließen.

Claudius und Lars von heiss & heftig
© AHBW

Der Podcast soll ein Ort sein, an dem sich Menschen begegnen und entspannt über sexuelle Gesundheit und Sexualität sprechen können. Die Leitfrage des Podcasts lautet: „Wie gestalte ich mein Sexleben so, dass es mir gut geht?“ Moderiert wird das Format von Claudius Desanti, Geschäftsführer der AHWB (links im Bild), und Lars Lindauer, Projektkoordinator von Gentle Queer (rechts im Bild). Lars Lindauer ist im Juli 2025 in das Team der Aidshilfe Baden-Württemberg zurückgekehrt und hat die Stelle in der Projektkoordination übernommen. Beide Hosts sind seit vielen Jahren in der queeren Community und Szene verankert und bringen neben Fachkenntnissen über die queere Community ihre lebensweltlichen Erfahrungen zu den einzelnen Themen mit. Die Themen werden mit Expert*innen ihres Feldes besprochen und diskutiert. Dazu sollen Hörer*innen über Sprachnachrichten und Einsendungen zu Wort kommen. Außerdem treten auch Menschen aus dem Landesverband auf und bringen Erfahrungen aus der Arbeit in den Aidshilfen und Zentren für sexuelle Gesundheit mit. 

Für die visuelle Identität wurde ein neues Logo entwickelt. Außerdem wurde eine Kooperation mit dem queeren Berliner Fotografen Spyros Rennt eingegangen, der dem Podcast seine Fotos zur Verfügung stellt. Der Fotograf ist bekannt dafür, echte Momente aus dem schwulen und queeren Großstadtleben authentisch einzufangen und festzuhalten. Die echten Fotos vermitteln ein reales Bild von Sexualität unter MSM, was gekaufte Stockfotos oder Illustrationen in diesem Umfang nicht leisten können.

Nach der Konzeptions- und Entwicklungsphase ist die erste Folge des neuen Podcasts Anfang Dezember erschienen. Unter dem Titel „Hot or not? DoxyPEP – Die ‚Pille danach‘ für STI“ sprachen die Hosts mit dem freiberuflichen Arzt und Gesundheits-wissenschaftler Armin Schafberger über die präventive Einnahme des Antibiotikums Doxycyclin, um sich vorbeugend gegen sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien oder Syphilis zu schützen. Studien zeigen, dass das tatsächlich funktionieren kann. Die Methode ist aber sehr umstritten. Fachleute warnen vor bedrohlichen Nebeneffekten, wie der Bildung von Resistenzen. Dadurch verliert Antibiotikum seine Wirksamkeit gegen unterschiedliche Bakterien. Dazu kommen andere mögliche Nebenwirkungen für die eigene Gesundheit. In der Folge kamen außerdem O-Töne über Erfahrungen mit DoxyPEP von Hörer*innen zu Wort. Die Folge war ein starker Start für den neuen Podcast, da wir so direkt mit der ersten Folge ein viel diskutiertes Thema aufgreifen konnten und Aufmerksamkeit generieren konnten.

In Folge 2, „Schlucken oder Spucken? – Wilde Fragen übers Spülen, Intimrasur und Safer S*x“, die ebenfalls im Dezember erschien, ging es um die geballte Beratungskompetenz der Aidshilfen im Land. Zu Gast war Andy Fahrhöfer, der als Sozialarbeiter und Sozialpädagoge (BA) im Zentrum für Sexuelle Gesundheit Aidshilfe Freiburg – Offenburg e.V. arbeitet und die vielen Fragen der Menschen, die in die STI-Beratung kommen, kennt. Die Hosts konnten neben Fragen zu Safer Sex, HIV- und STI-Prävention, aber über Themen der sexuellen Lust, sprechen. So wurde neben der reinen Informationsweitergabe an die Hörer*innen auch die offene und akzeptierende Haltung der Aidshilfen und Zentren für sexuelle Gesundheit im Land lebensweltnah vermittelt. 

Im Jahr 2026 wird der Podcast fortgesetzt: Die ersten drei Folgen des neuen Jahres sind bereits aufgezeichnet und veröffentlicht. Darin sprechen die Hosts mit dem bekannten Adult-Content-Creator Florian Kunze-Forrest über die Arbeit als männlicher Erotik-Darsteller und die gesellschaftlichen und persönlichen Implikationen dieser Arbeit. Außerdem handeln die Folgen davon, wie man als „Bottom“ (= penetrierte Person im Sexualverkehr) auf sich und seinen Körper achtet und wie die Vorbereitungen für die Penetration und Analspülungen praktikabel und gesundheitlich unbedenklich erfolgen können. Danach sind Folgen zum Thema STI und Impfen geplant, außerdem soll es um Chemsex, Cruising oder Online-Dating und die Auswirkungen auf mentale Gesundheit gehen.

Inhaltliche Verlängerung auf Social Media

Für den Podcast heiss & heftig wurde eine neue Instagram-Seite angelegt: @heissheftig. Sie ist (neben der Website www.gentlequeer.de) die erste Anlaufstelle für Informationen rund um den Podcast. Neben reinen Ankündigungs-Postings für neue Folgen soll die Seite optisch passende Infoposts zu den in den Folgen besprochenen Themen enthalten. 

heiss & heftig Post
© Spyros Rennt/AHBW

Außerdem wurde die bisherige Instagram-Seite des Podcasts @queergeredet in @gentlequeer.de umbenannt, um ab sofort als zentrale Anlaufstelle im Internet für Themen, die das ganze Projekt betreffen, zu agieren. Das Projekt erhält damit auch auf Social Media deutlich größere Sichtbarkeit als in der Vergangenheit, wo lediglich der Podcast Queergeredet auffindbar war. 

In zahlreichen Postings, beispielsweise anlässlich des IDAHOBITA (Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Asexuellenfeindlichkeit) am 17. Mai, zum Start der CSD-Saison in BW, zur Stuttgart PRIDE im Juli oder zum Tag der bisexuellen Sichtbarkeit am 23. September, wurden die Follower*innen über die Aktionen und Standpunkte des Projektes informiert und auf dem Laufenden gehalten. In Collaboration-Posts mit dem Hauptaccount der AHBW, @aidshilfebw, konnten weitere Themen platziert und dem Gentle-Queer-Publikum zugänglich gemacht werden.

Gentle Queer Post Bisexualität
© AHBW

Fortlaufende Überarbeitung der Website www.gentlequeer.de

Die Website www.gentlequeer.de ist – abgesehen von dem neuen Social-Media-Auftritt – die zentrale Anlaufstelle für das Projekt. Hier finden Interessierte beispielsweise Hintergrundinformationen zu den in den Podcasts besprochenen Themen über Safer Sex, sexuelle Gesundheit und HIV-/STI-Prävention. Dafür wurden die Inhalte im vergangenen Jahr aktualisiert und um neue Themen- und Diskussionsfelder erweitert. Auch im Jahr 2026 soll die Website beständig erweitert und verbessert werden. So sollen beispielsweise mehr Themen aus der TIN*-Community aufgegriffen und erläutert werden. Zusätzlich soll geprüft werden, wie die Website (automatisch) in andere Sprachen übersetzt oder in leichte Sprache übertragen werden kann. 

Wie in den Vorjahren war das Projekt Gentle Queer ganzjährig mit Präventionsmaterialien in Baden-Württemberg präsent. Zur CSD-Saison wurde ein neuer Handfächer mit neuem Motiv veröffentlicht. Angesichts des Rechtsrucks und der steigenden Gewalt gegen queere Menschen haben wir in diesem Jahr ein mutiges Motiv entwickelt, das die schwierigere Situation für queere Menschen aufmerksam macht und mit der politischen Präventionsbotschaft „Kein Sex mit Nazis“ verbindet. Möglich wird dies durch die Abbildung der Progress-Pride-Flagge in Verbindung mit den Logos von Gentle Queer und der Aidshilfe Baden-Württemberg. Der Fächer ist von den zahlreichen Pride- und CSD-Veranstaltungen im ganzen Bundesland nicht mehr wegzudenken und gerade bei der Stuttgart PRIDE eines der auffälligsten Accessoires. Für 2026 ist eine Neuauflage des Fächers mit anderem Design und neuem Slogan geplant. 

Karte Kein Sex mit Nazis
© AHBW

Das neue Motiv wurde außerdem um eine City-Card-Kampagne erweitert. So lagen zur CSD-Saison an über 500 Stellen in ganz Baden-Württemberg unsere Postkarten aus. So findet die Botschaft ihren Weg in die Welt nicht nur auf communityeigenen Veranstaltungen, sondern auch in Bars und Lokalitäten, die nicht vorrangig von queeren Menschen besucht werden. So können wir auch Menschen mit unserem Projekt erreichen, die aufgrund schlechterer Strukturen keinen oder nur sporadischen Zugang zu unseren Präventionsbotschaften oder den Themen der queeren Community haben, z.B. im ländlichen Bereich. 

Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember haben wir ein weiteres Postkarten-Motiv in Kooperation mit City Cards herausgebracht. Auch dieses Motiv macht auf den neuen Podcast heiss & heftig aufmerksam und  zeigt Testmöglichkeiten zu HIV und anderen STI in Baden-Württemberg auf. Daneben wurden auch wieder Kondome und Gleitgel mit bedruckten Umverpackungen für die Verteilung bei Szene-Events und CSDs produziert. In diesem Jahr kündigten die Kondome den neuen Podcast heiss & heftig an. Mit dem Motiv und der in der MSM-Szene bekannten Aufforderung „fun?“, der häufig in Chats zur Anbahnung von Sexual-Kontakten verwendet wird, verbinden wir das Kondom mit Gleitgel auch kommunikativ mit dem neuen Podcast. Auf der Rückseite leiten wir Interessierte auf unsere Website und Social-Media-Kanäle.

Weitere Print-Kampagnen

Neben unseren digitalen Verbreitungskanälen und den Präventionsmaterialien, die wir beispielsweise auf Veranstaltungen oder über die City-Cards-Kooperation verteilen, haben wir auch 2025 weitere Anzeigenformate in szenefremden und szeneeigenen Magazinen gebucht. Beispiele dafür sind das Programmheft zur jährlichen Schwulen Filmwoche in Freiburg oder im Programmheft zum 50. Jubiläum und dem Maitreffen 2025 des Leder-Clubs Stuttgart. 

Auch 2026 sollen diese Bestrebungen weiter ausgebaut werden, um noch mehr Menschen mit dem Projekt Gentle Queer zu erreichen. Neben der Bewerbung von Beiträgen auf Social Media ist auch eine Bewerbung auf MSM*-Online-Dating-Plattformen wie Grindr, Scruff oder PlanetRomeo vorgesehen. Vor allem diese Buchungen sollen dazu genutzt werden, den Podcast in der Zielgruppe bekannter zu machen und als verlässliche Informationsquelle und Referenz zu etablieren. 

Daneben sind 2026 Neuauflagen unserer etablierten Formate geplant, z.B. Handfächern für die CSDs, bedruckte Kondom-Umverpackungen und weitere Postkarten-Motive geplant.

Gentle Queer beim Schwulen Sommercamp 2025

Schwules Sommercamp 2025
© AHBW

2025 wurde die langjährige Kooperation zwischen dem Projekt Gentle Queer und dem Schwulen Sommercamp der DGB-Jugend, (Jugendorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes) und ver.di vom 11. bis 18. August 2025, fortgeführt. Neben zwei Informationsveranstaltungen zu den Themen „HIV-Basics & Safer Sex 3.0“ sowie „Sexuell übertragbare Krankheiten (STD)“ wurden den Teilnehmern* täglich Sprechstunden zur individuellen Beratung rund um die Themen sexuelle Gesundheit, Coming Out und Mental Health angeboten. Diese fakultativen Angebote wurden intensiv genutzt: Während die Informationsveranstaltungen von jeweils ca. 20 Teilnehmenden besucht wurden, wurde die Sprechstunde täglich von mehreren jungen Interessierten aufgesucht. Die häufigsten Anliegen waren hierbei Fragen zur Prävention von HIV und anderen STI (insbesondere zur HIV-PrEP) und zu wohnortnah verfügbaren kostenlosen und anonymen Tests. Auch Fragen von HIV-positiven Teilnehmenden (insb. zu Diskriminierungsschutz und Schutz durch Therapie) konnten während der Sprechstunden beantwortet werden. Zum ersten Mal hat Gentle Queer in diesem Jahr mit dem Projekt Ich weiss was ich tu („IWWIT“) der Deutschen Aidshilfe kooperiert und so weitere Materialien und Informationsmöglichkeiten – auch für junge Menschen in der queeren bzw. schwulen Community – vor Ort geschaffen.

Fortbildung mit Alexander Hahne zur Beratung von trans Personen

Fortbildung mit Alexander Hahne
© AHBW

Welche spezifischen Bedürfnisse haben trans und nicht-binäre Menschen bei sexueller Gesundheit und HIV/STI-Testung im Checkpoint? Das war die Leitfrage bei einer Fortbildung mit dem Sexualpädagogen Alexander Hahne, die wir im Juni für interessierte Checkpoint-Berater*innen aus dem Landesverband angeboten haben. 

Alexander Hahne konnte mit viel Input und Fallbeispielen aus der Praxis zeigen, wie die Kommunikation mit trans und nicht-binären Menschen in den Aidshilfen und Zentren für sexuelle Gesundheit im Land weiter verbessert werden können. Die Fortbildung ist ein wichtiger Schritt, um Gentle Queer auch als Anlaufstelle für Menschen der trans Community zugänglicher zu machen und weiter zu etalieren. 

Gentle Queer bei den Christopher Street Days in Baden-Württemberg

CSD Stuttgart 2025
© Katja Mangold
CSD Stuttgart 2025/2
© AHBW

Gentle Queer war auch 2025 auf den CSDs und Pride-Events in Baden-Württemberg präsent. In Stuttgart fand wieder eine Kooperation mit der AIDS-Hilfe Stuttgart statt. Gemeinsam mit vielen Menschen aus dem Landesverband sind wir als große Fußgruppe als erste Gruppe der CSD-Demo direkt nach dem Team des CSD Stuttgart bei der Demo mitgelaufen. Dies war möglich, weil die AIDS-Hilfe Stuttgart im vergangenen Jahr das 40. Jubiläum feierte. Statt eines großen LKWs führte in diesem Jahr ein Cabrio mit der Drag Queen Emily Island die gemeinsame Formation an. Durch Magnetschilder am Cabrio konnten wir unsere Präventionsbotschaft des Fächer- und Postkarten-Motivs wiederholen und so einen integrierten Auftritt des Projektes bieten. Vor der Demo trafen sich die Teilnehmer*innen der Aidshilfen-Fußgruppe in den Räumen der AIDS-Hilfe Stuttgart zum gemeinsamen Basteln roter Solidaritätsschleifen und Get Together vor der Demo. 

Für den CSD in Pforzheim am 14. Juni 2025 wurde Claudius Desanti, Geschäftsführer der Aidshilfe Baden-Württemberg und Vertreter des Projektes Gentle Queer, eingeladen, einen Grußwort bei der an die Demo anschließende Kundgebung zu sprechen. Wie oben bereits erwähnt wurde die Veranstaltung im Vorfeld stark von einer rechtsextremen Gruppierung bedroht. In seiner Rede konnte Claudius Desanti nachdrücklich auf die Wichtigkeit politischer Unterstützung für queere Menschen als Grundlage auch für Präventions- und Aufklärungsarbeit hinweisen. Die Veranstaltung, bei der rund 1.300 Menschen teilnahmen, verlief laut Polizei und Veranstalter*innen weitgehend friedlich.

Außerdem waren wir mit Gentle Queer beim CSD in Esslingen dabei. Für 2026 sollen die bestehenden Kooperationen zu den Christopher Street Days weiter fortgeführt und ausgebaut werden. Für die Stuttgart PRIDE liefen die Planungen einer gemeinsamen Formation mit der AIDS-Hilfe Stuttgart bereits an.

Visuelles Redesign

2025 wurde der Podcast heiss & heftig konzipiert und entwickelt, um die Zielgruppe der Männer, die Sex mit Männern haben, gezielter anzusprechen. Ab 2026 wird der visuelle Auftritt des Projektes Gentle Queer ebenfalls prägnanter, moderner und inklusiver gestaltet. Bisher lagen neben dem im Jahr 2022 neu entwickelten Logo keine weiteren definierten Stilelemente vor, die das Projekt visuell charakterisierten. Das möchten wir in diesem Jahr gerne ändern. Um unser Projekt für die queere Community kommunikativ zu platzieren, arbeiten wir mit dem Künstler Magió Marco zusammen, der für seine illustrierten „Queer People“ bekannt ist. Die für uns extra handgefertigten Illustrationen werden dem Projekt einen unverwechselbaren Auftritt geben, der die Vielfalt der queeren Szene charmant und liebevoll in Szene setzt. So wird das Design dem Anspruch an ein großes Projekt wie Gentle Queer gerecht, möglichst viele Gruppen in der Community sichtbar zu machen und für unsere Projekte und Themen zu begeistern. Aktuell befinden wir uns in der Umsetzungsphase, sodass die geplanten Präventionsmaterialien, Website und das Instagram-Profil @gentlequeer.de zum Sommer bereits im neuen Look erscheinen können.

Arbeitskreis Gentle Queer und weitere Gremien

Der AK Gentle Queer (früher MSM), bestehend aus hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der MO und der LGST, fand im November 2025 statt und diente dem Austausch zu den Angeboten der MO für die queere Community sowie der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Projekts Gentle Queer. Im AK werden aktuelle Arbeitsschwerpunkte und Herausforderungen besprochen und Handlungsempfehlungen dazu entwickelt. Ab 2026 findet jeweils ein Arbeitskreis mit Workshop-Charakter und Input durch externe Referent*innen beim Fachtag der Aidshilfe Baden-Württemberg in der ersten Jahreshälfte statt. Der erste Fachtag fand bereits am 20. März 2026 statt und befasste sich im AK Gentle Queer mit dem Thema „Chemsex“, also Sex unter dem Einfluss spezifischer synthetischer Drogen. Diese Praktik ist vor allem unter Männern, die Sex mit Männern haben, sehr verbreitet und eine prägende Problematik der Community. Dazu wird es einen digitalen Follow-Up-Termin geben, der einen vertieften Austausch zu den Ergebnissen des Workshops ermöglicht und verbandliche Maßnahmen konkretisiert. Der Arbeitskreis im Herbst wird weiterhin digital stattfinden.

Auf Bundesebene ist Gentle Queer ständiger Teilnehmer beim Facharbeitskreis Schwule Prävention der Deutschen Aidshilfe, der zweimal im Jahr stattfindet. Dieser dient dem Austausch zwischen Fachkräften der Landesprojekte, aus Gesundheitsämtern oder weiteren lokalen Projekten, die Prävention für und mit MSM betreiben. Außerdem fanden 2025 Planungstreffen mit IWWIT („Ich weiß, was ich tu“ – das Präventionsprojekt der Deutschen Aidshilfe) und mit den großen Präventionsprojekten der anderen Bundesländer (u.a. S*VEN Niedersachsen, Herzenslust NRW) zum gemeinsamen Austausch statt.

Ausblick auf das Jahr 2026

Im Jahr 2026 möchten wir das Projekt Gentle Queer weiter auf sichere personelle und finanzielle Beine stellen und inhaltlich konsequent weiterentwickeln. 2025 sind wir damit aufgrund der zusätzlichen Mittel im Rahmen der Landesförderung bereits einen großen Schritt weitergekommen, nun geht es an die Stabilisierung und Weiterverbreitung der Maßnahmen, auch auf neuen Themenfeldern. Eine Überlegung ist, neben dem MSM-Podcast heiss & heftig, aus dem Verband heraus weitere Angebote für die TIN und FLINTA-Community auf Social Media und Website zu integrieren. Außerdem sind weitere Präventionsmaterialien in Arbeit, um zum Beispiel in der aufsuchenden Prävention beim Cruising mit Gentle Queer und heiss & heftig noch sichtbarer zu sein. Auch 2026 sind weitere Synergien mit dem Testangebot „Checkpoint Baden-Württemberg“ geplant. Zusammen mit Gentle Queer sollen weitere Ver- und Anknüpfungspunkte geschaffen werden, um Präventions-, Beratungs und Selbsthilfeangebote für Männer, die Sex mit Männern haben, zu schaffen. Hierbei soll in Print- und Online-Medien gleichermaßen das Testangebot vorgestellt und präsentiert werden. Außerdem ist eine Überarbeitung der Webseite www.checkpoint-bw.de geplant.

Gentle Queer richtet sich an alle Menschen innerhalb der queeren Community, insbesondere an MSM, und bietet ihnen die Möglichkeit, sich über HIV, STI sowie sexuelle Gesundheit zu informieren. Dadurch werden die Prävention sexuell übertragbarer Infektionen gestärkt und neue Wege zur Selbsthilfe gefördert. Als Projekt bezieht Gentle Queer sowohl seine Zielgruppen als auch die Mitgliedsorganisationen der AHBW aktiv ein und orientiert sich an deren Bedürfnissen. Auf diese Weise werden eine gute Erreichbarkeit und Akzeptanz sichergestellt, die im laufenden Jahr durch die Weiterentwicklung digitaler Angebote noch erhöht werden soll.

Checkpoint Baden-Württemberg

Checkpoint BW Logo
© AHBW

„Checkpoint Baden-Württemberg“ ist der landesweite Zusammenschluss der Testangebote der baden-württembergischen Aidshilfen und Zentren für sexuelle Gesundheit. Unter dem gemeinsamen Label bieten unsere Mitgliedsorganisationen anonyme Tests an – nicht nur auf HIV, sondern auch auf andere sexuell übertragbare Infektionen (STI). Die regelmäßigen Testsprechstunden sind verteilt auf die Städte Mannheim, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart, Schwäbisch Gmünd, Tübingen, Reutlingen, Ulm, Freiburg, Offenburg, Singen und Konstanz. 2025 führten die Checkpoints im Land rund 24.000 STI-Tests durch, davon rund 7.100 Tests auf HIV, 6.100 Tests auf Syphilis, 1.500 Tests auf Hepatitis B, 2.400 Tests auf Hepatitis C sowie 6.700 Tests auf Chlamydien/Gonorrhoe. Die Tests fanden im Rahmen von ca. 7.500 Beratungskontakten mit Getesteten statt. 

Das breite Testangebot stellt eine wichtige Ergänzung zum Öffentlichen Gesundheitsdienst dar, denn die MO haben durch mobile Testangebote, besondere Öffnungszeiten und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen einen niedrigschwelligen Zugang zu wichtigen, vulnerablen Zielgruppen wie etwa zu MSM, Menschen mit Migrationserfahrung, Menschen in der Sexarbeit oder drogengebrauchende Personen. Besondere Qualitätsmerkmale der Checkpoints sind die Anonymität und die akzeptierende Grundhaltung in der Beratung. Dadurch setzen die Checkpoints sich von Testangeboten der Ärzteschaft und der Gesundheitsämter ab und sind für vielfältige Zielgruppen attraktiv. Die Checkpoints sind somit wichtige Pfeiler der öffentlichen Gesundheit in der landesweiten Prävention von HIV/STI. Gleichzeitig fungieren sie durch die Beratungsangebote als Katalysatoren für eine selbstbestimmte, sexuelle Gesundheit und weisen den Aufsuchenden bei positiven Testergebnissen den direkten Weg zu Behandlung und Selbsthilfe.

Anzeige Checkpoint BW
© Pexels/AHBW

Auch im Jahr 2025 bewarben wir die Checkpoint-Angebote aktiv, um die Bedeutung regelmäßiger Testungen als Bestandteil verantwortungsvoller Gesundheitsvorsorge sowie selbstbestimmter Gesundheitsfürsorge zu verbreiten. Dafür wurden z.B. Anzeigen im Szenemagazin gab geschaltet, die auf die Angebote und die Website www.checkpoint-bw.de aufmerksam machen. 

Zusätzlich wurde das erfolgreiche Postkartenmotiv „Chlamydien sind keine Blumen“ aus dem Vorjahr erneut aufgelegt und über CityCards-Postkartenstationen in ganz Baden-Württemberg verteilt. Die Stationen befinden sich nicht nur in Szene- und Communityeinrichtungen, sondern auch in szenefremden Bars, Lokalen und Restaurants. Dadurch konnten wir unsere Zielgruppen erweitern und neue Zugänge zu den niedrigschwelligen Test- und Beratungsangeboten ermöglichen. Die Postkarte klärt mit einer Prise Humor über die bakterielle Chlamydien-Infektion als weit verbreitete STI auf und soll zum Testen in den Checkpoints anregen. Dabei steht die Stärkung eines offenen, enttabuisierten Umgangs mit sexueller Gesundheit im Vordergrund, der Menschen befähigt, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. Das Postkartenmotiv wurde außerdem als Reel für Social Media adaptiert, um auch online über die algorithmische Verteilung Menschen zu erreichen, die die Angebote der Checkpoints noch nicht kennen.

Außerdem wurde auch im Jahr 2025 die Website www.checkpoint-bw.de als zentraler Informations- und Zugangsweg für Interessierte weiterentwickelt und aktualisiert. Sie dient als niedrigschwelliger Einstiegspunkt, um sich selbstständig über Testmöglichkeiten, sexuelle Gesundheit, STI sowie Selbsthilfe- und Unterstützungsangebote zu informieren und diese eigenverantwortlich in Anspruch zu nehmen. 

Frauen*Tag 2025: Kampagne zum Feministischen Kampftag am 8. März 

Die Schreibweise Frauen* und weiblich* soll verdeutlichen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt. Geschlechter sind auch sozial hergestellt und angeeignet, das soziale Geschlecht (Gender) ist nicht naturgegeben.

Auch 2025 beteiligten sich die baden-württembergischen Aidshilfen mit verschiedenen Aktivitäten am Internationalen Frauen*Tag bzw. Feministischen Kampftag. Im Fokus standen Aufklärung und Information rund um das Humane Papillomavirus (HPV), eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen, die insbesondere für Frauen* und andere Menschen mit Uterus gesundheitliche Risiken wie Krebserkrankungen darstellen kann. Mit einer Pressemitteilung, Informationsangeboten vor Ort sowie einer Werbekampagne mit dem Slogan „Frauen*Gesundheit: Wir reden drüber“ wurde für HPV-Prävention, Impfschutz und regelmäßige Vorsorge sensibilisiert.

Die Pressemitteilung mit dem Titel „HPV verstehen heißt Krebs bekämpfen: Mit Aufklärung und Impfung zu mehr sexueller Selbstbestimmung“ klärte über die STI und ihre Auswirkungen – besonders für Frauen – auf. Zudem wurde auf Beratungsangebote hingewiesen sowie zur Selbsthilfe- und Selbstfürsorge aufgerufen. Denn bestimmte HPV-Typen können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben: Etwa fünf Prozent aller Krebsfälle in Deutschland stehen mit HPV in Zusammenhang. Frauen* sind hierbei besonders gefährdet – vor allem, wenn es um Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses geht. Ein zentrales Ziel des Aktionstages war die Präventionsbotschaft, dass es möglich ist, sich gegen HPV impfen zu lassen und damit eine Krebserkrankung zu vermeiden.

Zu diesem Anlass wurde gemeinsam mit der Mitgliedsorganisation KOSI.MA aus Mannheim eine neue zwölfseitige Broschüre umgesetzt. Die Broschüre entstand aus einer Zusammenarbeit von KOSI.MA und der Studentin Jessica Messer, die das Booklet im Zuge Ihrer Bachelorarbeit entworfen hat. Die Arbeit wurde mit einem Design-Preis geehrt. In der Broschüre werden die Grundlagen über HPV, mögliche Erkrankungen und die HPV-Impfung auf humorvolle Art dargestellt und vermittelt sowie niedrigschwellige Zugänge zu Beratungs- und Selbsthilfeangeboten aufgezeigt. Die Broschüre wurde 2026 weiterentwickelt und erfährt weiterhin große Nachfrage. Auch Gesundheitsämter des Landes haben Interesse an dem Booklet.

Zusätzlich wurde, wie in den letzten Jahren, eine gemeinsamen Social-Media-Kampagne aller MO unter dem Hashtag #WirRedenDrüber realisiert. Die MO steuerten kurze Videos mit Präventionsbotschaften zu HPV und Frauen*Gesundheit bei, die in Form von drei Reels auf dem Instagram-Profil @aidshilfebw veröffentlicht wurden. Sie fördert den offenen Austausch über die sexuelle Gesundheit von Frauen* und ermutigt zur gegenseitigen Unterstützung im Sinne der Selbsthilfe ermutigt. Ergänzend dazu wurde die Website www.femmetastic-bw.de als digitale Anlaufstelle für Prävention, Beratung und Selbsthilfe zum Thema Frauen*Gesundheit aktualisiert.

Höhepunkt der Kampagne waren schließlich die Aktionen der Mitgliedsorganisationen rund um den Frauen*Tag in ganz Baden-Württemberg: Unser Projekt stellte Ihnen dafür Präventionsmaterialien (Kondome, Femidome, Lecktücher), Werbeartikel (Lippenpflegestifte, Kugelschreiber) und gedruckte Infomaterialien (Poster, Postkarten, Broschüren) zur Verfügung. Diese enthielten Präventionsbotschaften, Links und Hinweise auf weiterführende Angebote der MO zu Tests, Beratung und Selbsthilfe.

Die MO verteilten die Materialien über Infotische an öffentlichen Orten, in ihren Einrichtungen oder verpackten sie als Präventionstüten/-boxen für gynäkologische Praxen und Apotheken. Einzelne MO boten besondere HIV/STI-Schnelltestangebote für Frauen* an. Andere organisierten aufsuchende Arbeit und Verteilaktionen in Erotikbetrieben und in frauenspezifischen Einrichtungen. Die Rückmeldungen zu den Aktionen waren durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden der persönliche Kontakt, die spezifische Ansprache der Zielgruppe sowie die hohe Akzeptanz der bereitgestellten Materialien.

Anfang 2026 wurden die kommunikativen Maßnahmen des Projekts gezielt weiterentwickelt – insbesondere um den Zugang zu Informationen, Beratung und Selbsthilfeangeboten zu attraktiver zu gestalten (Website, Logo-Design und Social Media). Im Zuge des Redesigns konnten zusätzliche neue Give-aways für den Frauen*Tag realisiert werden.

Arbeitskreis Frauen

Der AK Frauen traf sich 2025 zweimal und beteiligte sich über das Gremium aktiv an der Projektarbeit im Bereich Frauen*. Der AK setzt sich aus Vertretungen der MO und der LGST zusammen. Sprecherin des AK ist Jennifer Adler, Mitarbeiterin der Aidshilfe Heidelberg. Die Teilnehmenden legen gemeinschaftlich die inhaltlichen Ziele, Themen und Bedarfe der verbandlichen Kampagnen zum Frauen*Tag fest. Daneben bietet das Gremium Raum für freien Erfahrungsaustausch über Best Practices und Herausforderungen in der Frauen*-Arbeit vor Ort. So trägt der Arbeitskreis aktiv zur Qualitätsentwicklung im Landesverband bei.

HIV/STI-Prävention und -Selbsthilfe für und mit Migrant*innen

2025 stand im Zeichen der Neuausrichtung und Neukonzeptionierung des Migrationsprojektes der AHBW für HIV/STI-Prävention und -Selbsthilfe für und mit Migrant*innen (ehem. SALAM). Dafür wurde über eine Bedarfsabfrage in den Mitgliedsorganisationen der AHBW ermittelt, welche Selbsthilfe- und Präventionsmaßnahmen der MO zusätzliche Fördermittel benötigen. Für passende Maßnahmen hatten die Mitgliedsorganisationen die Möglichkeit, Budget über die Aidshilfe Baden-Württemberg zu beantragen. Ziel dieser Aktion war eine zielgenaue Mittelverteilung für förderwürdige Fehlbedarfe. So konnten Präventions- und Selbshilfeveranstaltungen für Migrant*innen und geflüchteten Menschen unterstützt werden, die gezielt über (sexuelle) Gesundheit aufklären und den Zugang zum Gesundheitssystem erleichtern. Zentraler Baustein ist hier die Arbeit mit Peers, also Multiplikator*innen der MO mit eigener Migrationserfahrung. Diese fungieren als Brückenbauer*innen zwischen den Zielgruppen und dem Gesundheitssystem und tragen durch ihre Sprachkompetenz sowie ihre kulturelle Sensibilität maßgeblich zum Erfolg der Angebote bei. Auch bisherige SALAM-Peers waren 2025 noch in Freiburg im Einsatz und wurden ebenfalls aus Mitteln des Migrationsprojektes finanziert.

Das Zentrum für sexuelle Gesundheit; Aidshilfe Freiburg – Offenburg finanzierte im Rahmen der Beratungsarbeit für Menschen mit HIV Sprachmittlungen, um Klient*innen mit Migrations- bzw. Fluchterfahrung einen verständlichen Zugang zu psychosozialer und sozialrechtlicher Beratung und Selbsthilfe zu ermöglichen. Zudem wurde das Projekt GeMi unterstützt. Der Einsatz der Sprachmittlungen war notwendig, um eine fachgerechte Beratung sicherzustellen und die Selbsthilfekompetenz der Klient*innen zu stärken, indem sie Informationen besser verstehen, Entscheidungen eigenständig treffen und ihre Rechte selbstbestimmt wahrnehmen konnten.

Insgesamt trugen die Sprachmittlungen wesentlich zur Sicherung der Beratungsqualität sowie zur Förderung von Selbsthilfe und gesundheitlicher Stabilisierung bei.

Das Projekt GeMi richtet sich an Migrant*innen und geflüchtete Menschen in Deutschland, die häufig vor Herausforderungen beim Zugang zum Gesundheitssystem stehen. Ziel des Projekts ist es, insbesondere über (sexuelle) Gesundheit zu informieren, gesundheitliches Wissen zu stärken, den Zugang zu medizinischer Versorgung zu erleichtern und die Selbsthilfekompetenz sowie gesundheitliche Selbstbestimmung der Teilnehmenden zu fördern.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist auch hier der Einsatz von Peers. Sie ermöglichen durch ihre Sprachkompetenz und kulturelle Nähe einen niedrigschwelligen Zugang und stärken die Fähigkeit zur eigenständigen Orientierung im Gesundheitssystem.

Die Zielgruppe umfasst neu angekommene sowie länger in Deutschland lebende Migrant*innen, geflüchtete Menschen, internationale Schulklassen, Bewohner*innen von Gemeinschaftsunterkünften, Jugendwohngruppen und Sprachkursteilnehmer*innen. Diese werden durch niedrigschwellige, mehrsprachige und kultursensible Angebote erreicht.

Im Berichtszeitraum vom 01. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 wurden 42 Veranstaltungen mit insgesamt 457 Teilnehmer*innen durchgeführt. Die modular aufgebauten Informations- und Präventionsangebote (Grundmodul plus Ergänzungsmodule) fanden in geschützten, häufig geschlechtergetrennten Settings statt und wurden von einem Team mit und ohne Migrationshintergrund umgesetzt. Vier ausgebildete Peers führten die Angebote in Arabisch, Farsi, Russisch und Englisch durch; bei Bedarf wurden Dolmetscher*innen hinzugezogen.

Die hohe Nachfrage bestätigt den Bedarf an solchen Angeboten. Besonders wirksam erwies sich der Peer-Ansatz, da er Vertrauen schafft, Sprachbarrieren reduziert und die Selbsthilfe der Teilnehmenden stärkt. Gleichzeitig stellten die Heterogenität der Zielgruppen sowie unterschiedliche Sprach- und Bildungsniveaus organisatorische Herausforderungen dar.

Für die Zukunft ist vorgesehen, GeMi weiter auszubauen, zusätzliche Zielgruppen zu erreichen und die Selbsthilfeorientierung durch neue Kooperationen im Gesundheits- und Sozialbereich weiter zu stärken.

Die Aidshilfe Heidelberg setzte die erhaltenen Gelder für die Beratung und Begleitung von Menschen nichtdeutscher Herkunft mit HIV sowie für Präventionsangebote im Bereich der sexuellen Gesundheit ein. Die Beratung wurde kontinuierlich durch Fachkräfte sichergestellt und durch einen ehrenamtlichen Sprachmittlungs-Pool, eine Minijob-Stelle sowie ein Sprachcafé ergänzt. Diese Angebote zielten auf die Selbsthilfekompetenz, indem sie den Zugang zu Informationen erleichterten und Ratsuchende befähigten, Entscheidungen informiert und selbstbestimmt zu treffen. Aufgrund organisatorischer Anforderungen und mangelnder Planbarkeit konnten Sprachmittlungen jedoch nicht immer zuverlässig eingesetzt werden, weshalb ergänzend ein digitales Übersetzungsgerät angeschafft wurde.

Im Bereich der Prävention wurden verschiedene niedrigschwellige Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählten die Verteilung mehrsprachiger Informationsmaterialien und Give-aways, unter anderem zur Frauen-Gesundheit, Kooperationen mit der Erstaufnahme im Patrick-Henry-Village sowie mit PLUS Rhein-Neckar im Rahmen eines niedrigschwelligen Beratungs- und Testangebots. Darüber hinaus wurden Teile der Website ins Englische übersetzt, mehrsprachige Beratung angeboten und kostenlose Präventionsmaterialien wie Kondome, Gleitgel, Dental Dams und Femidome bereitgestellt.

Durch die Kombination aus Beratung, Prävention und niedrigschwelligen Zugängen konnte die Selbsthilfekompetenz von Menschen mit Migrationsgeschichte nachhaltig gestärkt werden. Informationen wurden besser zugänglich gemacht, Hemmschwellen abgebaut und die Teilnehmenden in die Lage versetzt, ihre sexuelle Gesundheit eigenverantwortlich wahrzunehmen. Gleichzeitig wurden Zugänge zum Gesundheitssystem verbessert und Vertrauen aufgebaut. Der weiterhin hohe Bedarf unterstreicht die Relevanz dieser Arbeit.

In Schwäbisch Gmünd konnte das Projekt „Rainbow Refugees“ unterstützt werden. Rainbow Refugees richtet sich an queere Geflüchtete im gesamten Bundesland, die Unterstützung, Schutz und Begleitung im Alltag benötigen.

Das Projekt unterstützt geflüchtete LGBTIQ+-Personen, die häufig Diskriminierung, Gewalt und Isolation erleben, insbesondere in Sammelunterkünften. Ziel ist es, ihnen sichere Lebensbedingungen zu ermöglichen, ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken und den Zugang zu Bildung, Arbeit sowie rechtlicher und gesundheitlicher Unterstützung zu verbessern.

Die Maßnahme umfasst unter anderem die Vermittlung sicherer Unterkünfte, individuelle Beratung und Begleitung im Alltag, Sprach- und Bildungsangebote sowie Workshops zur Prävention und zum Empowerment. Zusätzlich werden Sprachmittlung durch Dolmetscher*innen und regelmäßige Fortbildungen für Mitarbeitende angeboten, um eine diskriminierungssensible Betreuung sicherzustellen.

Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Selbsthilfe und Stärkung der Community: Durch Gruppentreffen, Peer-Arbeit und den Einsatz geschulter Präventionspersonen aus migrantischen Communities werden Betroffene ermutigt, sich gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen und eigene Ressourcen zu stärken. Dadurch wird nicht nur Hilfe von außen geleistet, sondern auch Selbstorganisation und gegenseitige Unterstützung innerhalb der Zielgruppe gefördert.

Insgesamt trägt das Projekt zur Integration, zum Schutz vor Diskriminierung und zu mehr Chancengerechtigkeit für LGBTIQ+-Geflüchtete in Baden-Württemberg bei.

Die AIDS-Hilfe Stuttgart führte mehrere kultursensible Präventionsveranstaltungen zur sexuellen Gesundheit für Migrant*innen, geflüchtete Jugendliche sowie junge Erwachsene in schulischen und niedrigschwelligen Settings durch. Ziel war es, Gesundheitskompetenz zu stärken, Selbstbestimmung zu fördern und insbesondere die Selbsthilfekompetenz der Teilnehmenden zu unterstützen, indem sie befähigt wurden, Informationen eigenständig zu nutzen und Zugang zu Unterstützungssystemen zu finden.

Die Angebote richteten sich vor allem an Jugendliche in VABO- und Vorbereitungsklassen an beruflichen Schulen sowie an Schüler*Innen mit vielfältigen kulturellen Hintergründen und Fluchterfahrung. Darüber hinaus wurden auch junge Männer, trans* und queere migrantische Sexarbeitende im Kontext des Café Strich-Punkt in Stuttgart erreicht, die aufgrund sprachlicher, sozialer und struktureller Barrieren als besonders vulnerable Gruppe gelten.

Inhaltlich vermittelten die Veranstaltungen grundlegendes Wissen zu Körper, Beziehungen, Verhütung, Safer Sex, HIV- und STI-Prävention sowie zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Ergänzend wurden Themen wie Rollenbilder, Rechte, Selbstbestimmung und Schutzmöglichkeiten behandelt. Ein besonderer Fokus lag auf dem Abbau von Tabus, Unsicherheiten und Zugangsbarrieren sowie auf einer kultursensiblen und verständlichen Vermittlung der Inhalte.

Die Präventionsarbeit erfolgte in geschützten, teilweise geschlechtergetrennten Gruppen sowie teilweise muttersprachlich, um eine möglichst niederschwellige Teilnahme zu ermöglichen. Auch modulare Ansätze wurden eingesetzt, um Inhalte bedarfsgerecht und zielgruppenspezifisch aufzubereiten.

Im Ergebnis trugen die Angebote dazu bei, Vertrauen aufzubauen, gesundheitliche Aufklärung zu verbessern und die Teilnehmenden in ihrer Selbsthilfe zu stärken. Sie wurden befähigt, Verantwortung für die eigene sexuelle Gesundheit zu übernehmen, informierte Entscheidungen zu treffen und Unterstützungsangebote selbstständig zu nutzen.

Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

Zum Welt-Aids-Tag und anlässlich der 40. Jubiläen der AIDS-Hilfe Stuttgart, ZeSIA – Zentrum für sexuelle Gesundheit, Identität und Aufklärung in Karlsruhe, Spotlight Pforzheim und des Zentrums für sexuelle Gesundheit - Aidshilfe Freiburg - Offenburg sowie des 30. Bestehens der AIDS-Hilfe Schwäbisch Gmünd hat die AHBW zusammen mit dem baden-württembergischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration eine gemeinsame Presseerklärung erarbeitet und veröffentlicht. Schwerpunkt waren die erneut steigenden Neuinfektionen und HIV-Zahlen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlich hatte. Gleichzeitig sollte auf den erfolgreichen Aufbau gewachsener Selbsthilfe-Strukturen und professioneller Aidshilfe-Angebote der letzten vier Jahrzehnte zurückgeblickt werden. 

Begleitet wurde die Pressemitteilung durch Social-Media-Posts auf den Kanälen des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration und den Kanälen der AHBW. 

Zusätzlich informierte die AHBW via Social Media über die zahlreichen Aktionen, Selbsthilfeangebote und Veranstaltungen ihrer elf Aidshilfen/Zentren für sexuelle Gesundheit rund um den Welt-Aids-Tag.

Einen Tag vor dem Welt-Aids-Tag, am 30. November, führte die AHBW eine politische Diskussionsrunde im Theater der Altstadt in Stuttgart durch. Im Panel waren die demokratischen Parteien, die sich bis zur Landtagswahl am 8. März 2026 im Landtag befanden, vertreten. Jeweils ein*e Vertreter*in von GRÜNE, CDU, SPD und FDP haben im Gespräch mit Claudius Desanti und Anja Stegbauer-Bayer, Geschäftsführerin von ZeSIA (Zentrum für sexuelle Gesundheit, Identität und Aufklärung) in Karlsruhe gesprochen. Die Themen waren unter anderem queere Gleichberechtigung und Akzeptanz, Aufklärung zu HIV und STI, die Versorgung von Menschen in ländlichen Gebieten, auch im Hinblick auf den Zugang zu Selbsthilfeangeboten und beispielsweise PrEP sowie die Bedrohung durch rechtsextreme Gruppen für die Arbeit der Aidshilfen. 

Am Abend des Welt-Aids-Tags feierte die Aidshilfe Freiburg – heute Zentrum für sexuelle Gesundheit – ihr 40. Jubiläum mit einem abwechslungseichen Programm, zahlreichen Gästen und langjährigen Unterstützer*innen im Theater Freiburg. Unser Geschäftsführer Claudius Desanti durfte zu diesem Anlass als Vertretung des Landesverbands ein Grußwort sprechen. 

Am 1. Dezember fand auch die traditionelle Gedenkaktion der AIDS-Hilfe Stuttgart statt. Anlässlich des 40. Jubiläums der AIDS-Hilfe Stuttgart im vergangenen Jahr hatten sich die Kolleg*innen etwas Besonderes überlegt: Eine überlebensgroße Lichtfigur lief mit einer Solidaritätsschleife über den Weihnachtsmarkt in Stuttgart bis zum Riesenrad am Schlossplatz.

Countertenor Nils Wanderer untermalte die Aktion musikalisch, während Mitarbeitende und Vorstand der AIDS-Hilfe Stuttgart und der AHBW den Veranstaltungszug mit Solidaritäts- und Präventionsbotschaften unterstützten. 

Abschließend ging es vor die Stuttgarter Oper am Eckensee, wo die AIDS-Hilfe Stuttgart zum gemeinsamen Gedenken an die an Aids Verstorbenen sowie zur Stärkung von Solidarität, Selbsthilfe und Akzeptanz für Menschen, die mit HIV leben, einlud.

Gremien- und Vernetzungsarbeit / Weiterbildung

Eigene Gremien & Veranstaltungen

Arbeitskreise & -gruppen

AK Koordination4 Termine
AK Koordination2 Termine
AK Gentle Queer1 Termin
AG Statistik1 Termin
Steuergruppe Verbandsentwicklung1 Termin

Gremien & Veranstaltungen

Mitgliederversammlungen2 Termine
Verbandsentwicklung21.-22.03.2025
Vorstandsitzungen und -klausuren12 Termine
Politische Diskussionsrunde zum Welt-Aids-Tag30.11.2025

Externe Gremien & Veranstaltungen (Landesebene)

Mitgliedsorganisationen der Aidshilfe BW

40 Jahre AIDS-Hilfe Karlsruhe14.03.2025
CSD Pforzheim: Grußwort14.06.2025
40 Jahre AIDS-Hilfe Stuttgart: Rathausempfang05.11.2025
40 Jahre Aidshilfe Freiburg: Grußwort01.12.2025
AIDS-Hilfe Stuttgart: Veranstaltungen zum Welt-Aids-Tag01.12.2025

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg

Fachgruppensitzung Selbsthilfe28.02.2025
Kernteamsitzung Bürgersch. Engagement, Selbsthilfe, Gesundheit19.03.2025

Politik

CSD-Empfang der Landesregierung01.07.2025
Grünes Landtagsfest 202514.10.2025

Sonstige Veranstaltungen

Stuttgart Pride Neujahrsempfang08.02.2025
Stuttgart Pride Rathausempfang11.07.2025
CSD Esslingen22.06.2025
Monnem Pride12.07.2025
60. Jubiläum pro familia BW17.07.2025
Stuttgart Pride26.-27.07.2025

Externe Gremien & Veranstaltungen (Bundesebene)

Deutsche Aidshilfe

DAH-Ländertreffen30.-31.01.2025, 10.-12.07.2025, 15.-17.12.2025
Gemeinsam in heraufordernden Zeiten24.04.2025, 22.05.2025
FAK Schwule Prävention20.-22.10.2025
DAH-Fachtag „Strukturelle Prävention“07.-08.11.2025
DAH-Mitgliedsversammlung08.-09.11.2025
Bundesarbeitsgemeinschaft Frauen10.11.2025

Finanzielle Unterstützung

Für die Förderung unserer Arbeit im Jahr 2025 danken wir herzlich dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg sowie der GKV-Gemeinschaftsförderung Baden-Württemberg im Rahmen der Kassenartenübergreifenden Pauschalförderung gemäß § 20h SGB V.

Ebenso danken wir diesen Firmen und Organisationen für ihre Spenden und hilfreiche Unterstützung im letzten Jahr: Deutsche Aidshilfe, Der Paritätische Baden-Württemberg, MSD, Praxis Schwabstraße 26, Druckerei Laubengaier.

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit! 

Kontakt