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Deutschland: Versorgung von HIV-Infizierten nur mittelmäßig
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Deutschland: Versorgung von HIV-Infizierten nur mittelmäßig
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Deutschland: Versorgung von HIV-Infizierten nur mittelmäßig

Brüssel – Deutschland liegt bei der Vorbeugung, Behandlung und sozialen Teilhabe von HIV-Infizierten im europäischen Vergleich nur im Mittelfeld. Den besten Zugang zu Präventionsprogrammen und zur medizinischen Versorgung bietet Luxemburg. Auf den Plätzen zwei, drei, vier und fünf liegen Malta, die Schweiz, Finnland und die Niederlande.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Vergleich von 29 Ländern, den das europäische Beratungsunternehmen Health Consumer Powerhouse (HCP) durchgeführt hat. Grundlage für den Index bildeten öffentliche Statistiken sowie Angaben von Patientengruppen, internationalen Organisationen und Behörden.

Positiv wertete HCP das Angebot an Maßnahmen zur Vorbeugung von HIV-Infektionen in Deutschland sowie die Qualität der medizinischen Versorgung der Infizierten. Dass Deutschland dennoch nur Rang 13 belegt, liege unter anderem daran, dass die Versorgung illegal zugewanderter HIV-Infizierte nicht ausreichend gesichert sei, sagte Beatriz Cebolla, Leiterin des Index.

Cebolla bemängelte zudem das Fehlen flächendeckender Programme, um eine Ausbreitung des HI-Virus innerhalb der Risikogruppe der Drogenabhängigen zu verhindern. Ferner mangele es an Informationskampagnen und Maßnahmen zur Infektionsbekämpfung bei Gefängnisinsassen.

Johan Hjertqvist, Präsident des HCP, bezeichnete es als alarmierend, dass es in keinem der 29 Länder genaue Zahlen über die Rate der Infizierten gibt. Dem Bericht von HCP zufolge lag die Zahl der HIV-Infizierten Ende 2007 europaweit bei schätzungsweise 800.000.

Das entspricht einer Zunahme um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am höchsten sind die Raten in Estland, Portugal und Lettland. Die niedrigsten Infiziertenstand weisen die Slowakei, die Tschechische Republik und Rumänien auf. © ps/aerzteblatt.de

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/38479/ 14.10.2009



  
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